iPad: Die schleichende Revolution

Quelle: apple.com

Da ist es nun. Das iPad. monatelang wurde darüber spekuliert, diskutiert und in ihm der Heilsbringer der gesamten Zeitungslandschaft gesehen. Doch ist es das? Ich würde sagen: nicht sofort.

Das iPad wird definitiv keine sofortige Revolution auslösen. Dafür ist es doch ein Stück zu bieder. Aber es zeigt in die richtige Richtung. Denn ein Netbook oder gar einen 13” Laptop wird nur der absolute Nerd neben Brötchen, Kaffee und Yoghurt auf dem Frühstückstisch stehen haben, um die neuesten Online-Nachrichten zu konsumieren. Das iPad jedoch macht sich dort richtig gut. Flach, leicht und handlich kommt es der Zeitung schon ziemlich nahe. Und das Beste: Man kann die Nachrichten anfassen!

Anfassen, mitreden, herrlich

Keine Tastatur, keine Maus oder gar Stift hält mich vom Konsum ab. Per WLAN oder UMTS kommen die neuesten Nachrichten direkt auf den Tisch. Anfassbar und multimedial. Ein Fingertipp auf das Aufmacherbild der virtuellen Zeitungsseite und sofort öffnet sich eine Fotostrecke. Ein Tipp auf das eingeklinkte Bild im Text und schon startet das passende Video. Den Zeigefinger auf den Forumsknopf gedrückt und ich kann mit anderen Nutzern diskutieren. Ein herrliche Vorstellung.

Das dies machbar ist, hat die New York Times bei der Vorstellung des iPads bereits gezeigt. Wie lange es dauert, bis auch andere Zeitungen auf den iPad-Zug aufspringen, kann und wird nur eine Frage der Zeit sein. Denn man mag vom iPad halten was man will, aber es wird sich verkaufen wie warme Semmeln. Davon bin ich überzeugt. Der – für so ein Gerät – günstige Einstiegspreis von 499 Euro wird dazu beitragen.

Der richtige Vertriebskanal

Nach und nach erreicht das iPad dann viele Haushalte. Nach und nach wird es den Medienkonsum verändern. Und wenn Apple dann auch noch den richtigen Vertriebskanal für ehemals gedruckte Inhalte anbietet, kann die  Revolution beginnen. Und das Apple das kann, hat Steve Jobs Firma mit dem iPod gezeigt. Oder wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass man Musik völlig selbstverständlich digital im Netz kauft? Und warum sollte dieses Konzept nicht auch mit journalistischen Inhalten funktionieren? Ob das gut ist? Keine Ahnung. Lassen wir uns überraschen…

Du weißt nicht, was das iPad ist? Dann schau es dir an (Vorsicht, Werbung!):